Entgiften durch Öl-ziehen

Die Methode des Ölziehens wurde von dem ukrainischen Professor Dr. Karach entwickelt und macht seit einigen Jahren als traditionelle Heilmethode von sich reden. Das Heilverfahren selbst ist verblüffend einfach. Ein Esslöffel voll Pflanzenöl wird in den Mund genommen und etwa zehn bis zwanzig Minuten lang im Mund gelutscht, gespült und durch die Zähne hin und her gezogen. Normalerweise genügt eine Anwendung pro Tag: durchgeführt am besten morgens vor dem Frühstück. Zur Beschleunigung der Heilwirkung kann jedoch bis zu dreimal täglich gespült werden-am besten immer vor den Mahlzeiten, also mit möglichst nüchternem Magen

Bei dem Öl sollte es sich um reines, kaltgepresstes Pflanzenöl wie z.B. Sonnenblumenöl oder Olivenöl handeln. Durch das Spülen wird das ursprünglich dickflüssige Öl dünnflüssig. Nach dem Spülen wird das Öl ausgespuckt, es darf auf keinen Fall heruntergeschluckt werden. Nach der Anwendung enthält das Öl eine große Menge von Giftstoffen. Daher muss die Mundhöhle nach dem Ausspucken mit einer in warmem Wasser aufgelösten Prise Salz gespült werden. Die Zähne müssen mit einer Zahnbürste gereinigt werden.

Wirkungsprinzip des Öl-ziehens

Wodurch der gesundheitliche Effekt des Ölziehens bewirkt wird, ist noch weitgehend unerforscht. Eine wichtige Rolle dürfte die Lymphaktivierung und die daraus resultierende Entgiftung und Entsäuerung durch den verstärkten Speichelfluss spielen. Die Saugbewegung aktiviert zusätzlich-ähnlich wie beim Kleinkind die Thymusdrüse, die den Stoffwechsel anregt und die Lebensenergie weckt. Außerdem wirkt das Ölziehen wie eine ne Massage der im Mund befindlichen Akupunktur-Punkte, die mit den Körperorganen korrespondieren.

Nicht selten kommt es zu Beginn der Therapie zu einer scheinbaren Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Eine solche Erstverschlimmerung ist Medizinern auch von anderen nicht-chemischen Heilverfahren bekannt. Es besteht jedoch kein Grund, die Therapie abzubrechen Vielmehr signalisiert der Körper mit dieser Reaktion, dass die Krankheitsherde sich auflösen und Abbauprodukte mobilisiert und abtransportiert werden. Der Organismus beginnt, sich zu erholen.

Da es sich bei Öl um ein natürliches Produkt handelt, ist nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen. Wann sich die ersten Heilerfolge abzeichnen, hängt von der Gesamtkonstitution sowie vom Krankheitsbild des einzelnen Patienten ab

Wenngleich die bisherigen Erfahrungen mit der Öltherapie auf vielfältige Anwendungsmöglichkeiten deuten, so stehen doch die Heilerfolge bei Erkrankungen des Mundraums im Vordergrund. Professor Karach weist darauf hin, dass die Belastung des Organismus mit Schwermetallen (z. B. Quecksilber aus

Amalgam) bei regelmäßiger Anwendung vermindert wird. Das Ölziehen ist demnach vor allem eine Entgiftungstherapie. Somit erweist sich das Ölziehen als Mittel, um die Parodontosebehandlung auch zuhause aktiv fortzusetzen. Das Zahnfleisch wird entgiftet und gestrafft und damit seine Regeneration angeregt

Bitte bedenken Sie aber, dass die Methode des Ölziehens-wie auch alle anderen Therapien, die Sie in Ihrer häuslichen Umgebung anwenden können immer nur eine zusätzliche Möglichkeit darstellt, den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen. Keineswegs wird dadurch ein Zahnarztbesuch bzw. eine zahnärztliche Behandlung ersetzt. Bei allen Problemen, die Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch betreffen, muss Ihr Zahnarzt der erste Ansprechpartner sein. Nur mit ihm gemeinsam können Sie Ihrer Parodontose erfolgreich zu Leibe rücken.

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